Geschichte

Die KUFA, und insbesondere das Gebäude der Kulturfabrik, haben eine langjährige Geschichte:
1862 wurde die Firma Mayer gegründet und entwickelte sich zur größten Briefumschlagfabrik Europas. Seit 1888 produzierte die jüdische Familie Mayer Briefcouverts in allen Größen und Formen auf ihrem Firmengelände. Während der Naziherrschaft wurde die Firma "arisiert" und die Eigentümer flüchteten.

Im Krieg wurden die Gebäude (Gründerzeitarchitektur), die ein Vielfaches der heutigen Fläche einnahmen, zum größten Teil zerstört.

Das Fabrikgebäude, in dem heute die Kulturfabrik untergebracht ist, stand lange leer. Nur das Erdgeschoß wurde als Lagerraum genutzt.

 

1980 stieß das Tanztheater Regenbogen auf der Suche nach Probemöglichkeiten auf dieses architektonisch reizvolle Gebäude und es entstand die Idee eines Kulturzentrums.

Mit großem Engagement und nicht vorhandenen Mitteln wurden die Räume mit viel Improvisationsfreude ausgebaut. Es enstand eines der ersten soziokulturellen Zentren dieser Art in Deutschland. Für die Region Mittelrhein war es das erste freie Theater und Zentrum und somit wichtiger Impulsgeber sowie die Keimzelle für viele kulturelle Entwicklungen in der Region.

Nach aufreibendem Kampf um politische Anerkennung und Würdigung ihrer kulturellen Arbeit gaben die Gesellschafter der ersten Stunde nach 16 Jahren vorbildlicher Kulturarbeit auf.

Die Einrichtung stand vor dem Aus. In einer bundesweit einmaligen spontanen Bürgerinitiative entschlossen sich 18 Bürger der Stadt Koblenz diese einzigartige Einrichtung zu erhalten und übernahmen 1996 die KUFA GmbH.

Mit neuer Kraft und durchschlagender Lobby wurden seitdem viele Verbesserungen und Änderungen innerhalb der Einrichtung vollzogen, ohne den Charme der ersten Stunde zu verlieren.

 

Heute ist die KUFA-Koblenz eines der renomierten Kleinkunsttheater in Deutschland - auch dank der bis heute kontinuierlichen finanziellen Unterstützung durch die Stadt Koblenz und das Land Rheinland-Pfalz - und ist weit über die Grenzen von Koblenz Garant für Qualität und inhaltlich engagierte Arbeit.

Neben den Gastspielprogrammen aus den Bereichen Theater, Tanz, Kabarett, Kleinkunst, Musical und Chanson, produzieren unterschiedliche freie Theatergruppen, insbesondere das Koblenzer Jugendtheater, in dem freien Theater mit urbanem Flair.

 

 

 

Die KUFA ist Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur und fühlt sich vor allem einer inhaltlich orientierten Arbeit verpflichtet. Sie arbeitet mit unterschiedlichen sozial- engagierten Einrichtungen und Gruppen zusammen, wobei ihr Schwerpunkt in der kulturellen Jugendarbeit liegt.


Ein Besuch im lebendigen architektonischen Zeitzeugen aus einer vergangenen Industrieepoche, mit einem Theatersaal von bis zu 300 Plätzen,  Gastronomie und mehreren Ballett- und Proberäumen lohnt sich und wir würden uns freuen, wenn Sie sich für unsere Arbeit begeistern würden.

Also bis demnächst in der Kulturfabrik!!!

Stand: Juni 2014